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Prof. Dr. Dr. med. habil. Dr. phil. Dr. theol. h. c. Eckhard Nagel

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Kontaktdaten

Raum:119 (Prieserstraße 2)
Telefon:0921/55-4800
E-Mail:eckhard.nagel@uni-bayreuth.de

Wissenschaftliche Ausbildung

Nach dem Studium der Humanmedizin, Geschichte und Philosophie in Hannover, den USA, Großbritannien und Frankreich erfolgte 1987 die Promotion zum Dr. med. im Bereich entzündlicher Darmerkrankungen, 1995 die Promotion zum Dr. phil. mit einer Dissertation zu „Freuds Psychoanalyse und die Philosophie“, 1997 die Habilitation im Bereich der Transplantationschirurgie und 2010 die Verleihung der Ehrendoktorwürde des Doktors der Theologie an der Philipps-Universität Marburg/Lahn.

Berufliche Tätigkeiten

Nach Abschluss der Ausbildung zum Facharzt für Chirurgie an der Klinik für Abdominal- und Transplantationschirurgie der Medizinischen Hochschule Hannover bei Prof. Dr. R. Pichlmayr 1995 folgte dort die Tätigkeit als Oberarzt bis zum Jahr 2000. Von 2001 bis 2010 Wechsel als Leiter des Transplantationszentrums zum Klinikum Augsburg und Übernahme der Position des Chefarztes im Bereichs Allgemein-, Viszeral- und Transplantationschirurgie. Aufbau des dortigen Chirurgischen Zentrums. Von 2010 bis 2015 Übernahme der Position des Ärztlichen Direktors und Vorstandsvorsitzenden des Universitätsklinikums Essen. 

Die heutige Tätigkeit als Geschäftsführender Direktor des Instituts für Medizinmanagement und Gesundheitswissenschaften der Universität Bayreuth geht auf die Annahme des Rufes auf eine C4-Professur (Ordinariat) 2001 zurück (beurlaubt von 2010-2015). Diese ist kombiniert mit der gesamtärztlichen Leitung (Primarius) der Sonderkrankenanstalt „Rehabilitation für Kinder und Jugendliche nach Organtransplantation“ in Lienz, Tirol.

Seit 2017 nimmt zudem die Errichtung einer neuen Fakultät Food, Nutrition and Health, Life Science Campus Kulmbach an der Universität Bayreuth als Gründungsmitglied und die Realisierung des MedizinCampus Oberfranken mit Einrichtung des Humanmedizin-Studiums in Kooperation mit der Universität Erlangen-Nürnberg als Vorsitzender der Geschäftsstelle einen besonderen Raum ein.

Im Rahmen der Tätigkeiten in der Hochschulmedizin und der Universität erfolgte stets eine intensive wissenschaftliche Tätigkeit sowohl in der Grundlagenforschung wie der klinischen und Versorgungsforschung im Bereich der Chirurgie mit einem besonderen Schwerpunkt auf interdisziplinäre, Fachgrenzen überwindende Projekte, die vielfach mit wissenschaftlichen Preisen ausgezeichnet wurden.

In der Ausbildung konkretisierte sich dieses Interesse u.a. im gemeinschaftlichen Aufbau der ersten universitären Ausbildung „Gesundheitsökonomie“ ab dem Jahr 2001 in Bayreuth (heute das erfolgreichste und größte Angebot in Europa). Dabei wurden z.B. auch Bereiche wie Prävention und Gesundheitsförderung, e-Health und Telemedizin, medizinethische Fragen und Technologiefolgenabschätzung sowie die Versorgungsforschung in unterschiedlichsten Kooperationen national und international zum Lehr- und Forschungsgegenstand. Beispielhaft sei auf die Initiierung und Sprecherfunktion der DFG-Forschergruppe FOR 655 „Priorisierung in der Medizin“ (2007-2015) in Zusammenarbeit von 14 verschiedenen Universitäten und Fachdisziplinen hingewiesen.

Aktuelle Projekte – etwa für das Bundesministerium für Gesundheit – fokussieren auf die Implikationen der Digitalisierung in der Medizin, die Prävention von gesellschaftlich relevanten Erkrankungen oder die Folgen der Migration für die Gesundheitsversorgung. Zudem besteht ein langjähriges Engagement in der Kooperation von Deutschland und China im Gesundheitsbereich. Dieses Thema wird – etwa im Rahmen der jährlichen Regierungskonsultationen – für die Bundesregierung begleitet.

Auch die Tätigkeit als Mitglied in Arbeitsgruppen des Vorstandes der Bundesärztekammer u. a. in der Zentralen Ethikkommission, Zentralen Kommission Organtransplantation und der Arbeitsgruppe zur Priorisierung in der Medizin in den Jahren 1996 bis 2016 sind Teil des interprofessionellen Engagements.

Im Rahmen der Weiterentwicklung des Nationalen Kompetenzbasierten Lernzielkatalogs Medizin (NKLM) bzw. des Kompetenzorientierten Gegenstandskatalogs (GK) hat Prof. Dr. mult. Eckhard Nagel den Vorsitz der Gegenstandskatalogs-Kommission übernommen. Desweiteren ist er Leiter der Arbeitsgruppe 11 „Führung und Management“.

Der Verwaltungsrat des Instituts für medizinische und pharmazeutische Prüfungsfragen (IMPP) hat Prof. Dr. mult. Eckhard Nagel in den Wissenschaftlichen Beirat des IMPP's für drei Jahre berufen.

Gesellschaftliches Engagement

Die Förderung junger Menschen ist eine wesentliche Motivation als Hochschullehrer, aber auch als Vorsitzender der Rudolf Pichlmayr Stiftung (seit dem Jahr 2000), die sich besonders um chronisch kranke Kinder und deren Familien kümmert. Der wissenschaftliche Nachwuchs steht im Mittelpunkt beim  Engagement als Mitglied (2007) und Vorsitzender des Kuratoriums (seit 2015) des Deutschen Studienpreises der Körber Stiftung. Entsprechendes gilt für die Tätigkeit als Vorsitzender der Jury des Augsburger Wissenschaftspreis für Interkulturelle Studien in Nachfolge von Prof. Frühwald seit 2006.

Die Realisierung sozialer und kultureller Projekte war das Ziel der Mitgliedschaft und des Vorsitzes des Kuratoriums der Hanns-Lilje-Stiftung in Hannover (1998-2006). Bei der Gründung und heutigen Präsidentschaft der Stella Maris Foundation liegt der Fokus bei der Wirkkraft moderner Kompositionen und Inszenierungen auf die Weiterentwicklung des miteinander Lebens.

Das Thema der gesellschaftlichen Verantwortung spiegelt sich im Engagement als Mitglied und Vorstand des Präsidiums des Deutschen Evangelischen Kirchentages von 2001 bis heute wider, als Präsident des Evangelischen Kirchentags 2005 in Hannover und 2010 als evangelischer Präsident des 2. Ökumenischen Kirchentags in München.

Bei all diesen Aufgaben, besonders aber auch im Hinblick auf den rasanten Fortschritt in den Lebenswissenschaften, nimmt die Suche nach verbindlichen ethischen und moralischen Leitplanken einen wichtigen Raum ein. Die kontinuierliche fünfzehnjährige Mitarbeit als Gründungsmitglied des Nationalen Ethikrats (Bundesregierung) und des Deutschen Ethikrats (Bundestag und Bundesregierung) bis zum Jahr 2016 diente dazu, dies in einen gesamtgesellschaftlichen Dialog zu bringen.

In diesem Zusammenhang ist auch die Wahl zum ordentlichen Mitglied der 16. Bundesversammlung im Jahr 2017 durch den Landtag in Nordrhein-Westfalen zu erwähnen.

Personalien

geb. 29.07.1960, verheiratet mit Dr. med. Susanne Schattenfroh, drei Kinder, drei Enkelkinder

Studium

1978 - 1986 Studium der Humanmedizin an der Medizinischen Hochschule in Hannover (MHH).

1979 - 1988 Studium der Philosophie und Geschichte, Universität Hannover.

1980 - 1981 Auslandsstudium an der University of Vermont und College of Medicin Burlington, Vt., USA.

1982 Innere Medizin an der Dumfries and Galloway Royal Infirmary, Dumfries, Großbritannien.

1983 Abdominalchirurgie an dem Centre hospitalier universitaire de Grenoble, Frankreich.

1985 Praktische-Jahr-Ausbildung an dem Department of Maternal and Child Health, Dartmouth Medical School, Hanover, N.H., USA.

Mai 1986 Approbation als Arzt.

Wissenschaftliche Qualifikationen

Oktober 1987 Promotion zum Dr. med., Thema: Zur Bedeutung von Nahrungsfetten in der Pathogenese des Morbus Crohn. Tierexperimentelle Untersuchungen an Schweinen.

Februar 1995 Promotion zum Dr. phil. im Fachbereich Geistes- und Sozialwissenschaften, Thema: Freuds Psychoanalyse und die Philosophie.

September 1997 Habilitation, Thema: Modelle für die klinische Forschung am Beispiel der Analyse und Bewertung der Nieren- und Lebertransplantation.

April 1998 Verleihung des Dr. med. habil und der Venia legendi für das Fach Chirurgie.

2010 Verleihung der Ehrendoktorwürde des Doktors der Theologie vollzogen durch den Fachbereich Evangelische Theologie der Philipps-Universität Marburg/Lahn.

Ärztliche und wissenschaftliche Tätigkeiten

1986 - 1987 Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Department Chirurgie, Klinik für Abdominal- und Transplantationschirurgie im Bereich Experimentelle Chirurgie, MHH.

1988 - 1995 Ausbildung zum Facharzt für Chirurgie, Klinik für Abdominal- und Transplantationschirurgie, MMH.

1990 - 1997 Persönlicher Referent, Prof. Dr. Rudolf Pichlmayr †, MMH.

1994 - 2000 Oberarzt der Klinik für Abdominal- und Transplantationschirurgie, Leiter: Prof. Dr. Rudolf Pichlmayr (bis Aug. 1997), MHH.

1996 - 1999 Mitglied der Geschäftsleitung der Transplantations-Forschungs-Zentrum-Hannover-Betriebs-GmbH.

1998 - 2006 Mitglied und Vorsitzender des Kuratoriums der Hanns-Lilje-Stiftung, Hannover.

2000 Ablehnung der Berufung zum Dekan der Medizinischen Fakultät der privaten Universität Witten-Herdecke in Kombination mit einem Lehrstuhl der Chirurgie.

Seit 2000 Annahme des Rufes auf die C4-Professur, Lehrstuhl für Medizinmanagement und Gesundheitswissenschaften der Universität Bayreuth.

Seit Dezember 2000 Vorsitzender des Stiftungsrates der Rudolf Pichlmayr-Stiftung und Primarius der Sonderkrankenanstalt „Rehabilitation nach Organtransplantation – Ederhof“, Stronach, Osttirol, Österreich.

Seit 2001 Direktor des Instituts für Medizinmanagement und Gesundheitswissenschaften der Universität Bayreuth. Ab 09/2010 bis 31.08.2015 beurlaubt gem. § 18 Abs. 1 und Abs. 3 1 UrlV.

2001 - 2010 Leiter des Transplantationszentrums sowie Chefarzt im Kollegialsystem des Bereichs Allgemein-, Viszeral- und Transplantationschirurgie im Chirurgischen Zentrum des Klinikums Augsburg.

2004 - 2007 Leiter des Zentrums für Chirurgie im Klinikum Augsburg.

2010 Ablehnung des Rufes auf die W3 Professur für Sozialmedien (Nachfolge Prof. Raspe) an der Medizinischen Fakultät der Universität zu Lübeck.

2010 - 2015 Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender, u.A. Geschäftsführer der Westdeutschen Prothonentherapie GmbH, Universitätsklinikum Essen.

Gremienarbeit - Auszug

2007 - 2015 Sprecher der Forschungsgruppe 655, Deutsche Forschungsgemeinschaft.

2017 Ordentliches Mitglied der 16. Bundesregierung in den Nationalen Ethikrat, gewählt vom Landtag NRW.

Nationaler / Deutscher Ethikrat

2001 - 2008 Zweimalige Berufung durch die Bundesregierung in den Nationalen Ethikrat und Wahl zum stellvertretenden Vorsitzenden.

2008 Berufung in den Deutschen Ethikrat durch den Präsidenten des Deutschen Bundestages.

2012 Berufung in den Deutschen Ethikrat durch den Präsidenten des Deutschen Bundestages.

Deutscher Evangelischer Kirchentag

2001 - 2013 Vorstand des Präsidiums des Deutschen Evangelischen Kirchentages, Hannover.

2005 Präsident des Deutschen Evangelischen Kirchentages, Hannover.

2010 Evangelischer Präsident des 2. Ökumenischen Kirchentages, München.

Seit 2014 Mitglied im Präsidium des Deutschen Evangelischen Kirchentages.

Aufsichtsrat in der Universitätsmedizin und Hochschulrat

2002 - 2010 Mitglied des Aufsichtsrats, Universitätsklinikums Essen, berufen durch die Landesregierung NRW.

2015 - 2019 Mitglied des Hochschulrats an der Hochschule Coburg, berufen durch die Staatsregierung Bayern.

Seit 2015 Mitglied des Aufsichtsrats, Charité Universitätsmedizin Berlin, berufen durch den Senat des Landes Berlin.

Kuratorien und ehrenamtliche Tätigkeiten

Seit 2006 Vorsitzender der Jury, Augsburger Wissenspreis für Interkulturelle Studien (Nachfolge Prof. Frühwald).

Seit 2006 Schirmherr beim Verein "Selbsthilfe Lebertransplantierter Deutschland e.V."

Seit 2006 Mitglied des Kuratoriums der Hermann Kunst-Stiftung zur Förderung der Neutestamentlichen Textforschung, Berufung durch den Bundespräsidenten.

2007 - 2015 Mitglied des Kuratoriums Deutscher Studienpreis der Körber Stiftung, Hamburg.

Seit 2007 Mitglied im medizinisch-wissenschaftlichen Beirat der DAK, Hamburg.

Seit 2011 Vizepräsident der Deutsch-Chinesischen Gesellschaft für Medizin (DCGM) e.V., Koordination der Deutsch-Chinesischen Regierungskonsultationen im Bereich Gesundheit für die Bundesregierung seit 2013.

2012 - 2016 Mitglied der Arbeitsgruppe des Vorstandes der Bundesärztekammer, Priorisierung in der Medizin.

Seit 2015 Vorsitzender des Kuratoriums des Deutschen Studienpreises, Körber-Stiftung, Hamburg.

Seit 2017 Präsident der Stella Maris Foundation, Hannover.

Herausgeberschaften (Auszug)

  1. Aktuelle Ernährungsmedizin, Thieme Verlag
  2. IWE – Institut für Wissenschaft und Ethik – Jahrbuch, Bonn
  3. Zeitschrift für Evidenz, Fortbildung und Qualität im Gesundheitswesen, Urban & Fischer Verlag
  4. Schriften zur Gesundheitsökonomie, Band 1-84, P.C.O. Verlag, Bayreuth

Wissenschaftliche Auszeichnungen

24.09.1988 Wolf-Boas-Preis der Deutschen Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten, Thema: Zur Bedeutung von Nahrungsfetten in der Pathogenese des Morbus Crohn, Heidelberg.

04.03.1995 Förderpreis der Deutschen Gesellschaft für Ernährungsmedizin/ Österreichischen Arbeitsgemeinschaft für klinische Ernährung, Thema: Schädigung der Ileumschleimhaut durch partiell hydriertes Speisefett beim Schwein: Analyse der primären Veränderungen, Darmstadt.

06.12.1996 Hermann-Kümmell-Preis der Vereinigung der Nordwestdeutschen Chirurgen, Thema: Scanning electromicroscopic lesions in Crohn´s disease: Relevance for the interpretation of postoperative recurrence, Hamburg.

28.04.1998 Von-Langenbeck-Preis der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie, Thema: Mehrdimensionale Evaluation chirurgischer Behandlungsverfahren, Berlin.

17.12.2008 2. Bayerischer Gesundheitsförderungs- und Präventionspreis, Thema: BEO´s - Bewegung und Ernährung an Oberfrankens Schulen Landeszentrale für Gesundheit in Bayern e.V., München; 

Posterpreise

30.04.1988 Posterpreis der European Ass. for Gastroenterology and Endoscopy, Thema: Development of an Animal Model in Crohn´s Disease, Smirione, Italien.

31.03.1989 Posterpreis der II. International Conference on Inflammatory Bowel Disease, Frontiers in Gastroenterology, Thema: Early pathological changes in Crohn´s disease induced through high dietary fat intake in an experimental animal model, Dublin, Irland.

20.04.1990 Posterpreis der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie, Thema: Ersatz der direkten totalen Leberdurchblutung durch venösen Bypass, Berlin.

02.07.1999 Posterpreis des 10. Workshop für experimentelle und klinische Lebertransplantation und Hepatologie, Thema: Technik der Xenotransplantation der Leber im konkordanten und diskordanten Kleintiermodell, Wilsede.

19.09.2008 Posterpreis der Deutschen Gesellschaft für Sozialmedizin und Prävention e.V., Thema: Einstellung niedergelassener Ärzte gegenüber dem Begriff des Dienstleisters: Eine explorative Analyse, Hannover.

29.10.2008 Posterpreis der International Society on Priorities in Health Care, Thema: Stakeholder preferences in organ allocation, Newcastle, UK.

10.11.2014 Posterpreis der International Society on Priorities in Health Care, Thema: "Priority-Cafès" to promote informed opinion in laymen to prioritization in medicine, Melbourne, Australien.


letzte Änderung: 08.07.2019 13:54 · drucker Diese Seite drucken · Impressum/Haftungsausschluss (Verzeichnis imprint) fehlt